18. November 2018: Volkstrauertag

Wie seit vielen Jahren Tradition, wirkte das Speyerer Kammerorchester mit bei der musikalischen Umrahmung der Totengedenkfeier. In der Kapelle des Städtischen Friedhofs Speyer eröffnete das Orchester die Veranstaltung mit dem Präludium aus der Streichersuite von Carl Nielsen. Nach den Chor-Beiträgen des MGV Frohsinn e.V. Speyer, der berührenden Gedenkrede von Kirchenpräsident i.R. Eberhard Cherdron und einem Gedichtvortrag von Schülern des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums erklang noch das Notturno von Antonín Dvořák. Dieses einsätzige Werk trägt zwar nicht (mehr) den Beinamen "religioso", passt mit seinem zarten, schwebenden Charakter aber ganz in die Stimmung dieses Gedenktages.  Oberbürgermeister Hansjörg Eger schloss mit einer Ansprache zum Totengedenken.

       Die drei Freunde

Copyright: Stefan Krznaric

22. Juli 2018: "Klassik unter Freunden"

In der gotischen Kapelle im Adenauerpark gestalteten Stefan Krznaric, Felix Wulfert (beide Violine) und Dominique Anstett (Viola) ein spannendes und gehaltvolles Kammermusik-programm. Zur Eröffnung erklang das Trio op. 87 von Ludwig van Beethoven, für das Publikum ein Einstieg zum Entspannen und Wohlfühlen. Als extrovertierter Gegensatz wurde mit der Sonate für zwei Violinen des ungarischen Komponisten Miklós Rózsa ein den meisten Zuhörern sicher unbekanntes Werk aus dem 20. Jahrhundert mitreißend vorgestellt. Die virtuose Passacaglia von Johan Halvorsen - in der bei Spätromantikern beliebten Neubearbeitung barocker Kunst nach einer Cembalosuite von Händel komponiert - erklang in der Fassung für Violine und Viola. Den darauf folgenden "echten" romantischen Abschluss des Abends bildete das Terzetto op. 74 von Antonín Dvořák.

16. und 17. Juni 2018: "Musikalische Europareise"

In der Pauluskirche Haßloch und der Dreifaltigkeitskirche Speyer wurden mit der St. Paul´s Suite von Gustav Holst, der Kleinen Suite für Streicher in a-Moll von Carl Nielsen und den Rumänischen Volkstänzen von Béla Bartók unterschiedliche Regionen Europas musikalisch vorgestellt. Diese Werke für Streichorchester aus englischer, dänischer und ungarischer Komponistenfeder sind fast durchweg von fröhlichem und lebensbejahendem Charakter. Darüber hinaus vermitteln sie ein Bild der jeweiligen Mentalität und Kultur, auch gestützt durch zahlreiche Elemente der Folklore, die künstlerisch darin verarbeitet wurden. Deutschland wurde repräsentiert durch das Violinkonzert in a-Moll von Johann Sebastian Bach, Solistin war Maria Graschtat.

Im Zeichen der

deutsch-französischen

Freundschaft ...

21. Mai 2018: Französisch-deutsches Wochenende

Claire Damon, mit ihrer Familie als Grundschullehrerin für ein Schuljahr nach Speyer gekommen und in dieser Zeit im Speyerer Kammerorchester aktiv, hatte ihr "Heimatorchester" aus Frankreich nach Speyer eingeladen. Durch die Unterbringung in deutschen Gastfamilien wurden neue Kontakte geknüpft. Französische und deutsche Musiker gestalteten ein gemeinsames Abschlusskonzert am Pfingstmontag in der Gedächtniskirche. Es wurden das Violinkonzert von Tschaikowski und das Cellokonzert von Dvořák aufgeführt. Solisten waren Lara Weber - Violine - und Sven Mühleck - Violoncello. Das Orchestre symphonique "Musica" de Saint-Étienne, verstärkt durch Mitglieder des Speyerer Kammerorchesters und des sinfonischen Blasorchesters Ludwigshafen, begleitete unter seinem Dirigenten François Bernard.

 

 

27. Januar 2018: "Chor- und Orchesterwerke im Abstand von 200 Jahren"

In der Reihe "Happy birthday, Amadeus" schloss sich dieses Jahr das Speyerer Kammerorchester dem Mozartchor Speyer an zu einem gemeinsam gestalteten Konzert. Als Kontrapunkt zu den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts traten Werke des englischen Komponisten John Rutter. Das Orchester begleitete den Chor bei der Missa brevis KV 49 und drei Offertorien, darunter das "Misericordias Domini" KV 222, welches als frühes Meisterwerk des jungen Mozart als Kirchenmusikkomponist gelten kann. Mit dem Divertimento D-Dur für Streicher KV 136 und kontrastierend dazu mit der Suite for Strings von Rutter profilierte sich das Orchester einmal mehr als flexibler Klangkörper. Als Solisten wirkten Pia Knoll, Monika Keggenhoff, Peter Münch und Michael Roman mit. Dieter Hauß und Matthias Metzger wechselten sich am Dirigentenpult ab.

07. Dezember 2017: "Festliche Barockmusik"

Im Rahmen des Kulturellen Adventskalenders Speyer wurden zwei der beliebtesten "Barock-werke" aufgeführt: das Concerto grosso in g-moll von Arcangelo Corelli und das Adagio in g-moll von Remo Giazotto. Das erste, ein Stück „originaler“ Barockmusik und sehr populär im weihnachtlichen Streicherrepertoire, verband sich mit dem zweiten, einem dem barocken Musikgeist (und speziell dem Geiste Albinonis) nachempfundenen Werk, zu einer stimmungs-vollen Soirée.

Matthias Metzger und Sonja Schröder

Copyright: J. Kratschmer

13. August 2017: "Z(w)eitwende"

Matthias Metzger, Violine, und Sonja Schröder, Violoncello, musizierten in Speyer in der Gotischen Kapelle im Adenauerpark virtuose Solosonaten und Duos. Sie präsentierten Kammermusik dreier Komponisten, die an der Schwelle zur sogenannten „Moderne" standen: Alle wurden noch im 19. Jahrhundert geboren, haben aber die vielfältigen stilistischen Strömungen des 20. Jahrhunderts und nationale Klänge ihrer jeweiligen Heimat zur Entwicklung einer eigenen Tonsprache verarbeitet. Das 1914 entstandene Duo für Violine und Violoncello des Ungarn Zoltán Kodály und ein Duo des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů bildeten den Rahmen des Konzertprogramms. Darin eingebettet stellten sich die beiden Streichinstrumente jeweils solistisch vor mit Sonaten von Eugène Ysaӱe.

19. Mai 2017: "Deutschland – Ein Wintermärchen"

Im Rahmen des Projektes „Odyssey“ spielte das Orchester zur musikalischen Eröffnung der 25. Speyerer Kulturtage im Historischen Ratssaal. Klang und Wort traten in diesem Konzert in Wechselbeziehung zueinander, denn die Orchesterwerke wurden kombiniert mit Lesungen der Schauspielerin Kara Schröder. Das berühmte Gedicht von Heinrich Heine diente dabei als Inspiration zur Annäherung an den Begriff Heimat. Werke von Edvard Grieg, Antonio Vivaldi, Benjamin Britten, Edward Elgar, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Adolf Hasse, Wassili S. Kalinnikow und Ottorino Respighi wechselten sich ab mit Texten von Heine, Kurt Tucholsky, Hanns Dieter Hüsch, Hilde Domin und anderen.



04. und 05. März 2017: "Heiter bis elegisch"

Mit einem Konzertprogramm in der Pauluskirche Haßloch und in der Heiliggeistkirche Speyer spannte das Speyerer Kammerorchester einen breiten stilistischen Bogen über vier Jahrhunderte. Der englische Komponist Henry Purcell vertrat das 17. Jahrhundert. Zu dem Schauspiel „The Fairy Queen“ verfasste er Bühnenmusiken, die, in Suiten zusammengefasst, den Weg vom Theater in den Konzertsaal gefunden haben. Ins 18. Jahrhundert gehörte der Choral „Vor deinen Thron tret' ich hiermit“ von Johann Sebastian Bach. Das 19. Jahrhundert wurde durch drei Komponisten repräsentiert: durch Edward Elgar mit der Serenade für Streicher, Leoš Janáček mit der Suite für Streicher und Auguste Franchomme mit einer Romanze für Violoncello und Streicher. Hier und in der Trauermusik von Paul Hindemith übernahm Sonja Schröder den Solopart.

11. und 13. März 2016: "Passionsmusik"

Unter der Leitung von Harald Braun präsentierte sich das Orchester in der ev. Kirche Karlsruhe-Knielingen und der Heiliggeistkirche Speyer als begleitendes Ensemble. Mit Alexander Petersen, Solobratscher am Nationaltheater Mannheim,  wurden das Divertimento für Viola und Streicher F-Dur von Alessandro Rolla und der „Monolog“ für Viola und Streicher von Alfred Schnittke aufgeführt. Das berühmte „Stabat Mater“ für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo des früh verstorbenen Giovanni Battista Pergolesi bildete den Hauptteil des auf die Passionszeit zugeschnittenen Programms. Gesangssolistinnen waren Venicia Rasmussen/Tatjana Rjasanova und Denise Seyhan.